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Derby-Sieg unserer D/9a-Supergirls gegen FC Horgen - Endstand 1:5

Horgen Waldegg, 23. August 2025 - Besseres Fussballwetter kann man sich Ende August kaum wünschen: strahlend blauer Himmel, 24 °C und eine angenehme Brise über dem See machten den Nebenplatz auf der Waldegg zur Bühne eines wunderschönen Freundschafts-Derbys der D/9a-Juniorinnen.

Schon beim Eintreffen der Teams war zu spüren, dass hier nicht nur Gegner, sondern Freunde aufeinandertrafen. Die Trainer Michi und Noah (Thalwil) sowie José und Alfonso (Horgen) begrüssten sich mit breitem Grinsen, klatschten ab und scherzten miteinander; ihre entspannte Stimmung übertrug sich sofort auf die Spielerinnen beider Mannschaften. „Man kennt sich, man respektiert sich, man freut sich auf das gemeinsame Spiel“, brachte José die Atmosphäre auf den Punkt – und die anwesenden Eltern nickten zufrieden.

Gespielt wurde wie üblich über vier mal zwanzig Minuten, damit alle 18 Mädchen reichlich Einsatzzeit bekamen. Die Partie startete flott, und in der 12. Minute ging Horgen durch ein glückliches, fast kurioses Tor von Lina in Führung: Ein Eckball prallte Jenny, der Thalwiler Torhüterin, unglücklich an die Handschuhe, die Abwehr reagierte zu spät, und der Ball trudelte über die Linie – 1:0.

Thalwil liess sich jedoch nicht einschüchtern und kämpfte sich nach der ersten Pause zurück. In der 29. Minute setzte Melissa energisch nach, stochert den Ball durch mehrere Beine hindurch ins Netz und stellte damit unter Applaus der Zuschauer auf 1:1. Danach blieb die Begegnung bis zur Halbzeit ausgeglichen: viel Mittelfeldgeplänkel, aber immer fair geführt, wobei sich der Respekt der Teams auf jedem Meter bemerkbar machte. Einige heikle Szenen vor den Toren blieben nicht aus, führten jedoch beidseitig lediglich zu leichtem Frust, da Pech ebenfalls das Spiel beherrschte.

Das dritte Viertel brachte dann die Wende – und einen Moment, der allen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte. Exakt in Minute 51 zirkelte Mylène einen Eckball punktgenau in den Strafraum. Helene nahm die Hereingabe mit perfekter Technik direkt ­- ein traumhafter Volley landete unhaltbar im Netz. Trainer Michi riss die Arme hoch: „So ein Tor sieht man nicht alle Tage!“, rief er begeistert. Selbst José klatschte anerkennend: „Tor des Jahres-Verdacht!“, bestätigte er grinsend. Während Thalwil das Momentum genoss, wirkte Horgen nun einen Tick konsterniert.

Nur zwei Minuten später schlug Helene erneut zu. Nach energischem Nachsetzen bugsierte sie den Ball aus kurzer Distanz über die Linie – 1:3. Kaum war der Jubel verklungen, folgte schon der nächste Streich: Mylène schleuderte einen weiten Einwurf direkt in den Fünfer, Helene stand goldrichtig und erhöhte in der 54. Minute auf 1:4. Drei Tore binnen drei Minuten – die Konzentration des Heimteams war spürbar weg, während Thalwil nun das Spiel nach Belieben diktierte.

Den Schlusspunkt setzte Helene, erneut. In der 69. Minute demonstrierten die Gäste, wie einfach Fussball aussehen kann: Nur fünf Stationen – Jenny eröffnete ruhig von hinten, spielte auf Chloé, weiter zu Mylène, dann quer zu Louisa, die auf Helene durchsteckte; die Vierfachtorschützin blieb cool und stellte den 1:5-Endstand her. Ein Bilderbuch-Spielaufbau, den die Zuschauer mit Szenenapplaus bedachten.

„Super fair, wunderschönes Spiel und ein herrlicher Tag“, fasste Michi hinterher zusammen. „Nach dem Traumtor von Helene hat Horgen die Konzentration verloren, und wir konnten das Spieldiktat übernehmen.“ José wiederum zog seinen Hut vor der Effizienz der Gäste: „Man merkt den Unterschied, den Erfahrung und gemeinsames Training ausmachen. Thalwils Motivation war heute höher. Aber wir feiern trotzdem unsere Freundschaft – das ist wichtiger als das Resultat.“ Dem konnte Michi nur beipflichten: „Freunde im Fussball! Es ist immer schön, mit dem FC Horgen gemeinsam auf und neben dem Platz zu stehen.“

Die Eltern applaudierten beiden Teams für den sportlich fairen Umgang und lobten die sichtbare Kameradschaft der Trainer. Das Resultat fiel am Ende zwar deutlich aus, doch unter der warmen Spätsommersonne zählte vor allem eins: ein gemeinsamer Fussballnachmittag voller Respekt, Freude und einem Volleytor, das man so tatsächlich nicht alle Tage sieht.