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Leon Gjikollaj – Flexibilität, Herzblut und Tore für den FC Thalwil

Er ist schnell, treffsicher und vielseitig einsetzbar: Leon Gjikollaj ist einer der Schlüsselspieler im Angriff des FC Thalwil. Doch seine Stärke zeigt sich nicht nur auf dem Platz, sondern auch abseits des Rasens – als Teamplayer, Motivator und Vorbild. Wir haben mit Leon über seine Karriere, persönliche Highlights und seine Ziele gesprochen.

Biografie

Leon Gjikollaj (31. März 2004, Baden) ist ein offensiv vielseitig einsetzbarer Stürmer mit Schweizer und kosovarischer Staatsbürgerschaft. Aufgewachsen in Dättwil (Baden), begann er seine fussballerische Ausbildung früh in seiner Heimatstadt und entwickelte sich kontinuierlich über mehrere Leistungsstufen des Schweizer Nachwuchsfussballs.

Seine ersten Schritte machte Gjikollaj beim FC Baden, wo er bis zur U14 ausgebildet wurde und mehrfach für das Team Aargau (U12–U14) aufgeboten war. Anschliessend wechselte er ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Zürich (U14–U15), bevor er ein weiteres Jahr bei Red Star Zürich (U16) verbrachte.

Nach seiner Rückkehr zum FC Baden als B-Junior gelang ihm ein schneller Altersklassen-Übersprung. Bereits früh kam er bei den A-Junioren zum Einsatz, wo er sich gegen ältere Gegenspieler durchsetzte und sich als Torschützenkönig der A-Junioren-Liga auszeichnen konnte. Parallel dazu war er Teil der 2. Mannschaft des FC Baden, wo er in der Saison 23/24 in der 2. Liga 21 Tore und 5 Assists erzielte, und trug aktiv zum Aufstieg in die 2. Liga bei.

Mit 18 Jahren folgte daraufhin ein Engagement beim FC Muri (1. Liga Classic), noch bevor er die Chance hatte, mit der 1. Mannschaft des FC Baden zu trainieren. Diese Erfahrung verlief sportlich nicht wie erhofft, woraufhin er zum FC Baden zurückkehrte und dort erneut eine tragende Rolle übernahm. Später wurde Gjikollaj fester Bestandteil der 1. Mannschaft des FC Baden in der Promotion League und hatte zuvor erste Trainings als Perspektivspieler in der Challenge League absolviert.

Im Sommer 2025 erfolgte der Wechsel zum FC Thalwil, wo Leon Gjikollaj seither zur 1. Mannschaft gehört. Mit seiner Schnelligkeit, Torgefahr und Flexibilität im Angriff verstärkt er das Offensivspiel der Thalwiler nachhaltig. Neben dem Fussball ist Gjikollaj beruflich als Techniker im Hotel Hyatt in Zürich tätig – ein Beleg für seine Disziplin und Bodenständigkeit auch ausserhalb des Spielfelds.

Persönliche Daten:

  • Name: Leon Gjikollaj
  • Geboren: 31.03.2004
  • Grösse: 182 cm
  • Position: Stürmer / Flügel
  • Staatsbürgerschaft: Kosovo / Schweiz
  • Wohnort: Baden
  • Tätigkeit: Techniker

 

Karriereübersicht & Transfers:

  • bis 2018: FC Baden – Nachwuchs / Team Aargau – Ausbildung bis U14, mehrfaches Aufgebot Team Aargau
  • 2018–2019: FC Zürich – U14–U15 – Nachwuchsleistungszentrum
  • 2019–2020: Red Star Zürich – U16 – Weiterführende Ausbildung
  • 2020–2022: FC Baden – B- & A-Junioren – Altersklassen-Übersprung, Torschützenkönig A-Junioren
  • 2021–2023: FC Baden II – Aktive – Aufstieg in die 2. Liga, 21 Tore und 5 Assists in der Saison 23/24
  • 01.08.2022–27.08.2022: FC Muri – 1. Liga Classic – Kurzzeitiges Engagement, danach Rückkehr zum FC Baden
  • 2022–2023: FC Baden – 1. Mannschaft – Erste Trainings Promotion League
  • 2023–2024: FC Baden – Challenge League – Perspektivspieler 1. Mannschaft
  • 2024–2025: FC Baden – Promotion League – Fester Bestandteil der 1. Mannschaft
  • 2025–heute: FC Thalwil – 2. Liga interregional – Transfer vom FC Baden

STOP & GO – Kurze Fragen, schnelle Antworten

1. Lieblingsessen? Pite mit Spinat

2. Welche Mannschaft ist dein Favorit? Real Madrid

3. Wer ist dein Vorbild im Fussball? Cristiano Ronaldo

4. Welche Musik hörst du am liebsten? House, Hip Hop, Albanische Musik

5. Hast du ein Ritual vor dem Spiel? Ich betrete den Rasen immer mit dem rechten Fuss

6. Welche Trikotnummer trägst du? 20

7. Was war das grösste Highlight deiner bisherigen Karriere? Im Aufgebot gegen den FC Aarau in der Challenge League

8. Was war dein schönster Moment beim FC Thalwil? Wintermeister

9. Welche ist deine beste Erinnerung aus der Juniorenzeit? Die Ausbildung beim FC Zürich und in der Aargauer Auswahl

10. Welches Hobby hast du ausserhalb des Fussballs? Reisen & Kurztrips

11. Was würdest du machen, wenn du kein Fussballer wärst? Rennfahrer

12. Welche drei Worte beschreiben dich am besten?n Lustig, loyal, leidenschaftlich

13. Mit welchem Mitspieler verstehst du dich besonders gut? Kevin, Denis, Luke – aber eigentlich mit allen sehr gut


Grosses Interview – Leon Gjikollaj

1. Leon, du bist in Baden geboren und in Dättwil aufgewachsen. Welche Bedeutung hat deine Heimat für deinen persönlichen und sportlichen Werdegang?
Hat für mich eine sehr grosse Bedeutung, denn ich kenne hier alle Leute und sie sehen mich als echten Badener Jungen. Es gibt immer wieder Momente, in denen ich gerne zurückblicke.

2. Deine fussballerische Ausbildung begann früh beim FC Baden und führte dich über verschiedene Stationen bis in den Leistungsfussball. Welche Phase deiner Nachwuchszeit hat dich am meisten geprägt und warum?
Am meisten geprägt hat mich die Phase, in der ich mit älteren und erfahreneren Spielern trainiert und gespielt habe. Das hat mich gezwungen, körperlich und mental schneller zu reifen, Verantwortung zu übernehmen und mich täglich auf höchstem Niveau zu beweisen.

3. Du wurdest mehrfach für das Team Aargau (U12–U14) aufgeboten. Was hast du aus dieser Zeit auf kantonaler Ebene mitgenommen?
Die Zeit war Top! Ich konnte mich auf Turnieren mit den besten Spielern der Schweiz messen und wertvolle Erfahrungen sammeln.

4. Anschliessend folgte der Wechsel ins Nachwuchsleistungszentrum des FC Zürich. Welche Unterschiede hast du dort im Vergleich zum regionalen Nachwuchsfussball erlebt?
Es ging viel disziplinierter zu und die Konkurrenz war sehr hoch, was mich dazu brachte, auch in meiner Freizeit zusätzlich zu trainieren.

5. Nach Stationen bei Red Star Zürich und deiner Rückkehr zum FC Baden gelang dir ein schneller Altersklassen-Übersprung. Wie hast du den frühen Einsatz gegen ältere Spieler erlebt?
Körperlich war ich unterlegen, aber dank Technik, Schnelligkeit und Torgefahr konnte ich mich klar hervorheben.

6. Als Torschützenkönig der A-Junioren-Liga hast du früh deine Abschlussstärke gezeigt. Was zeichnet dich aus deiner Sicht als Stürmer besonders aus?
Vor dem Tor überlege ich nicht lange. Wenn sich eine Möglichkeit ergibt, ziehe ich direkt aufs Tor und schliesse mit Überzeugung ab.

7. Du hast den Aufstieg mit der 2. Mannschaft des FC Baden in die 2. Liga miterlebt. Welche Rolle spielte dieser Erfolg für dein Selbstvertrauen im Aktivfussball?
Der Aufstieg war ein sehr wichtiger Erfolg. Nach dem Aufstieg wurden zwei Vereine aus der 1. Liga Classic auf mich aufmerksam, und ich ging mit frisch 18 Jahren zu einem von ihnen – ein grosser Schritt für mich.

8. Der Schritt in den Kader der 1. Mannschaft des FC Baden – zunächst als Perspektivspieler in der Challenge League – war ein wichtiger Meilenstein. Wie hast du diese Phase zwischen Hoffnung, Geduld und Leistungsdruck erlebt?
Es war ein ständiges Auf und Ab. Nur zu trainieren war mir nicht genug, ich wollte ein fester Bestandteil der 1. Mannschaft sein. Nach dem kurzen Engagement beim FC Muri konnte ich beim FC Baden wieder Fuss fassen und in der Challenge League zeigen, was ich kann. Die Vorbereitung war hart, aber ich konnte mich positiv präsentieren.

9. Nach einer sportlich schwierigen Phase beim FC Muri bist du zum FC Baden zurückgekehrt. Was hast du aus dieser Erfahrung gelernt – auch unabhängig vom Fussballplatz?
Man sollte sich nicht nur auf Versprochenes verlassen.

10. Im Sommer 2025 folgte der Wechsel zum FC Thalwil. Was waren die ausschlaggebenden Gründe für diesen Schritt und was hat dich vom Projekt FC Thalwil überzeugt?
Nach einer schwierigen Saison und zwei Verletzungen suchte ich einen Neuanfang. FC Thalwil bot mir die Möglichkeit, wieder Routine zu bekommen, Selbstvertrauen zu tanken und mich weiterzuentwickeln – dafür bin ich sehr dankbar.

11. In der laufenden Saison bist du einer der Mitverantwortlichen für den Wintermeistertitel. Wie erklärst du dir die starke Teamleistung und was macht diese Mannschaft besonders?
Die Mannschaft hat einen sehr starken Teamgeist. Jeder fühlt sich wohl, was es jedem erlaubt, 100% Leistung zu bringen. Jeder Spieler weiss, dass er wichtig für das Team ist, und wir unterstützen uns gegenseitig.

12. Du giltst als sehr flexibler Offensivspieler. Auf welcher Position fühlst du dich am wohlsten und wie wichtig ist für dich taktische Anpassungsfähigkeit?
Ich bin offensiv flexibel – egal ob links, rechts oder in der Mitte. Ich finde immer eine Möglichkeit, gefährlich zu sein. Für den Trainer ist es sicher gut, einen vielseitigen Spieler zu haben, der sich taktisch anpassen kann.

13. Neben dem Fussball arbeitest du als Techniker im Hotel Hyatt in Zürich. Wie gelingt dir der Spagat zwischen Beruf, Training und Spielen auf diesem Niveau?
Dank meines tollen Teams im Betrieb konnte ich meinen Arbeitsplan flexibel an den Fussball anpassen. So habe ich nie Training oder Spiele verpasst. Auch beim FC Thalwil, trotz späterer Trainingszeiten, klappt das weiterhin sehr gut – dafür bin ich sehr dankbar.

14. Zum Abschluss: Wie schaltest du in deiner Freizeit am liebsten ab, welche Hobbys begleiten dich neben dem Fussball – und was dürfen die Fans in Zukunft noch von Leon Gjikollaj erwarten?
Am besten schalte ich ab, wenn ich auf kleine Reisen gehe – mit Familie, Freundin oder Kollegen. Was die Fans erwarten können: Ich werde in jedem Spiel mein Herz auf dem Platz lassen und alles für den Aufstieg in die 1. Liga Classic geben.


Schlusswort

Leon Gjikollaj ist in der laufenden Saison einer der Mitarchitekten des Wintermeistertitels der FC Thalwil. Auf dem Platz überzeugt er als sehr flexibler Offensivspieler, der sich stets in den Dienst der Mannschaft stellt. Mindestens ebenso wertvoll ist jedoch seine Rolle abseits des Spielfelds: Leon ist ein echter Teamplayer und wichtiger Faktor in der Kabine, geschätzt und respektiert von Mitspielern wie auch vom Trainerstab.

Mit seiner positiven, offenen Art, seinem stets präsenten Lächeln und seiner ansteckenden Motivation bringt er Energie ins Team. Gleichzeitig zeigt er im Training und im Wettkampf eine vorbildliche Einstellung, ist voll und ganz auf die Ziele der Mannschaft fokussiert und bereit, jederzeit das Maximum für den gemeinsamen Erfolg zu geben.

Die FC Thalwil ist stolz, einen Spieler wie Leon Gjikollaj in ihren Reihen zu haben – einen Fussballer, der sportliche Qualität, Charakter und Teamgeist vereint und damit genau jenes Profil verkörpert, das sich jeder Verein wünscht.

HOPP FCT!

Antonio Di Cerbo