Antonio Di Cerbo - Schiedsrichterverantwortlicher FC Thalwil - FVRZ Inspizient / Instruktor / Coach
Schiedsrichter – Respekt, Fairplay und Leidenschaft für den Fussball
Fussball ist Wettbewerb. Aber Fussball ist in erster Linie Sport.
Für den FC Thalwil bedeutet Fussball Leidenschaft, Freude, Disziplin, Fairness und Respekt. Respekt gegenüber den Mitspieler:innen, den Gegner:innen, den Trainer:innen, den Zuschauenden und selbstverständlich gegenüber den Schiedsrichter:innen.
Gewinnen ist schön und gewinnen zu wollen gehört zum Sport. Gesunder Ehrgeiz motiviert uns, besser zu werden, unser Bestes zu geben und uns als Mannschaft und als Menschen weiterzuentwickeln. Doch kein Resultat kann wichtiger sein als der Respekt gegenüber den Regeln und den Menschen.
Diese Grundsätze gelten für alle – von unseren Aktivmannschaften über die Junior:innen bis hin zum Kinderfussball. Unser Fussball ist und soll ein Fussball bleiben, bei dem der Sport vor persönlichen und wirtschaftlichen Interessen steht. Ein ehrlicher Fussball, bei dem ein Spiel in erster Linie eine Begegnung zwischen Menschen bleibt, die dieselbe Leidenschaft teilen.
Ohne Schiedsrichter kein Fussball
Die Aufgabe eines Schiedsrichters besteht darin, für die Einhaltung der Regeln zu sorgen. Doch seine Funktion geht weit über eine Pfeife, eine gelbe oder eine rote Karte hinaus.
Schiedsrichter zu sein bedeutet, Verantwortung zu übernehmen, innerhalb weniger Sekunden Entscheidungen zu treffen, auch in schwierigen Situationen Ruhe zu bewahren und unparteiisch zu bleiben. Es bedeutet, kommunizieren zu lernen, mit Druck umzugehen und vor allem: Respekt zu zeigen und Respekt zu erfahren.
Auch Schiedsrichter machen Fehler. Genauso wie Spieler und Trainer Fehler machen. Fehler gehören zum Fussball. Sie mit Respekt zu akzeptieren, gehört zum Fairplay.
Deshalb sind unsere Schiedsrichter beim FC Thalwil nicht einfach Personen, die Spiele leiten – sie sind ein fester Bestandteil unseres Vereins.
Sie sind ein Team.
Ein Team mit denselben Rechten, derselben Wertschätzung und derselben Bedeutung wie unsere Mannschaften, die jedes Wochenende im Trikot des FC Thalwil auf dem Platz stehen.
Heute die Schiedsrichter von morgen ausbilden
Seit 2014 führt der FC Thalwil ein eigenes Projekt zur Ausbildung von Kleinfeldschiedsrichter:innen (KFSR). Junge Menschen erhalten dadurch die Möglichkeit, früh in die Welt der Schiedsrichter einzusteigen, die Regeln zu lernen, Verantwortung zu übernehmen und wertvolle Erfahrungen direkt auf dem Fussballplatz zu sammeln.
Unser Ziel ist nicht einfach, jemanden zu finden, der ein Spiel pfeift. Unser Ziel ist es, Schiedsrichter auszubilden.
Wir bereiten sie auf ihre Aufgabe vor, begleiten sie bei ihren ersten Einsätzen und unterstützen sie auf ihrem weiteren Weg. Wer Talent, Interesse und Ambitionen mitbringt, kann später die offizielle Schiedsrichterausbildung absolvieren und den nächsten Schritt in seiner Laufbahn machen.
Das KFSR-Projekt des FC Thalwil, das 2014 ins Leben gerufen wurde, bildete zudem eine der Grundlagen für das später entstandene Club-Referee-Projekt des Fussballverbands Region Zürich (FVRZ).
Das langjährige Engagement für das Schiedsrichterwesen und die Ausbildung junger Menschen wurde auch ausserhalb unseres Vereins gewürdigt: 2022 wurde der Schiedsrichterverantwortliche des FC Thalwil, Antonio Di Cerbo, vom FVRZ zum «Schiedsrichter des Jahres» gewählt. Im Jahr 2023 wurde sein ehrenamtliches und sportliches Engagement im Rahmen des vom Zürcher Kantonalverband für Sport (ZKS) organisierten Ehrenamt-Anlasses erneut gewürdigt.
Für uns sind solche Auszeichnungen kein Endpunkt, sondern eine Bestätigung dafür, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen.
Respekt. Verantwortung. Fairplay.
Wir möchten unseren jungen Fussballer:innen vermitteln, dass der Schiedsrichter kein Gegner ist. Er ist ein Teil des Spiels – und ohne ihn könnte dieses Spiel gar nicht stattfinden.
Wir wollen Trainer:innen, die die Regeln kennen, Spieler:innen, die Entscheidungen respektieren, und Eltern sowie Zuschauende, die sich ihrer Verantwortung am Spielfeldrand bewusst sind.
Und wir wollen gut ausgebildete, selbstbewusste und faire Schiedsrichter:innen, die stolz darauf sind, den FC Thalwil zu vertreten.
Denn der Fussball, für den wir stehen, ist eigentlich ganz einfach:
Mit Leidenschaft kämpfen. Mit Respekt gewinnen. Mit Würde verlieren. Und gemeinsam Freude am Fussball haben.
Diesen Fussball möchten wir der nächsten Generation weitergeben.
So verstehen und leben wir Fussball beim FC Thalwil.
Möchtest du Teil unseres Schiedsrichterteams werden?
Du liebst Fussball, bist zuverlässig, möchtest Verantwortung übernehmen und diesen Sport aus einer völlig neuen Perspektive erleben?
Dann freuen wir uns, dich kennenzulernen.
Melde dich bei unserem Schiedsrichterverantwortlichen Antonio Di Cerbo.
Vielleicht beginnt dein nächstes Spiel nicht mit einem Tritt gegen den Ball – sondern mit einem Pfiff. ⚽
Schiedsrichter Dokumente
Spielbetrieb-Weisungen pro Kategorie (Stand: Juli 2026)
Junioren/Juniorinnen D/9:
Weisungen für die Saison 2026/27 (Stand: Juli 2026)
Junioren/Juniorinnen D/7:
Weisungen für die Saison 2026/27 (Stand: Juli 2026)
KFSR Club-Referee Spesenformular
Club-Referee & KFSR:
- Malik Kurt - FCT 2, FCT 1 - CASH
- Michelle Locher - Juniorinnen B - TWINT
- Bruno Brisar - No Team - TWINT
- Jullian Pappone - Junioren B Pro Horgen -CASH
- Riccardo Hertli - Co-Trainer Jun B Pro - CASH
- Leonardo Hertli - Junioren B Pro - CASH
KFSR:
- Luis Cal - Jun B Pro - TWINT
- Mona Locher - GZ Frauen U14/U16 - CASH
- Victor Sarobe - Junioren B Pro - TWINT
- Nic Ludescher - Junioren B Pro - TWINT
- Felix Spielberger - No Team - TWINT
- Ayaan Kalia - No Team - TWINT
- Joah Jäger - Jun Cb - TWINT
- Edion Misini - Jun B - TWINT
- Alex Röösli - Jun Ca - CASH
- Lukas Tanner - Jun Cc - TWINT
- Vincent Tanner - Jun Ca - TWINT
- Simon Tanner - Jun Ca - TWINT
- Samuel Brisar - No Team .- TWINT
- Dalia Cahungo - FC Rapperswil Jona - CASH
Neu KFSR:
- Timon Matter - Jun B - TWINT
- Cameron Powery - Jun Cb - CASH
- Makayla Meier - Damen 1 - TWINT
- Mikael Ali - Jun Ca - TWINT
Die Spiele, die die Kleinfeldschiedsrichter in der Saison 2026/2027 leiten werden.
Liebe Club-Referee, KFSR, liebe Trainer
Die alte Fussballsaison ist gerade zu Ende gegangen, aber einige unserer Mannschaften bereiten sich bereits auf die neue Saison 2026-2027 vor.
Ab dieser neuen Saison haben wir eine Mannschaft mehr – also neu 10 statt 9 Teams.
Die Regeln für die Kategorien Junioren:Innen bleiben gleich wie im letzten Jahr.
Einige neue oder angepasste Regeln gelten für alle Kategorien, in denen ein Schiedsrichter im Einsatz ist – *einschliesslich Club-Referees und KFSR.*
Die Mannschaften, die unter der Verantwortung der Club-Referee & KFSR stehen, sind:
- Junioren Da/9
- Junioren Db/9
- Junioren Dc/9
- Juniorinnen Da/9
- Juniorinnen Db/9
- Junioren Da/7
- Junioren Db/7
- Junioren Dc/7
- Junioren Dd/7
- Juniorinnen D/7
Die Regeln sind gleich wie im letzten Jahr. Hier eine kurze Zusammenfassung zur Auffrischung: Präsentation für KFSR und Trainer (Stand: August 2026) -→ PDF
Junioren D/7 - Junioren:Innen D/9:
- Spieldauer: 4 x 20 Minuten
- Pause: Die kleinen Pausen zwischen den Vierteln 1/2 sowie 3/4 dauern maximal 3 Minuten. Die Halbzeitpause (2/4 Vierteln) dauert 10 Minuten. Seitenwechsel nach zwei Vierteln.
- *Individuen Spielzeit: Alle Spieler/-innen müssen mindestens 2 Viertel spielen (inklusive Torhüter/-innen)
Auswechslungen: Auswechslungen sind nur während den Viertelpausen gestattet. Ein verletzter Spieler kann mit Erlaubnis des KFSR während des ganzen Spiels ersetzt werden.
WICHTIG:
- Coachingzone: Die Trainer/-innen halten sich in ihrer Coachingzone auf (nur eine Person stehend). Die Spieler/-innen und weitere Staff Mitglieder sitzen auf der Spielerbank. Empfehlung: Die Zuschauerzone und die Coachingzone sollten nicht auf derselben Spielfeldseite sein. Falls nicht möglich: Hinter und neben der Coachingzone keine Zuschauerzone (Abstand ca. 15m) .
WICHTIG: Auf unseren Fussballplätzen müssen sich die Zuschauer in dem Bereich gegenüber den Spieler- und Trainerbänken aufhalten. Ausnahme für den Fussballplatz Schweikrüti. Es liegt in der Verantwortung der Trainer, die technische Zone von der Zuschauerzone abzugrenzen.
- Zuschauerzone: Empfehlung: Die Zuschauer/-innen halten sich in der vom Heimverein markierten Zone auf (schafft eine räumliche und emotionale Distanz zwischen Spielgeschehen und Zuschauer/-innen). Die Trainer/-innen und Vereinsverantwortliche tragen die Verantwortung für das respektvolle Verhalten «ihrer» Zuschauer/-innen.
- Zeitstrafen: 10 Minuten Zeitstrafe bei gelber Karte
- Abseits: Abseits ab Mittellinie (Wenn ein Spieler:Innen mit einem Fuss auf der Mittellinie steht, bedeutet dies, dass er/sie im Abseits steht.)
- Abstoss / Abkick / Auswurf: Ein Torabstoss ist innerhalb des Strafraums als Abwurf aus den Händen des/der Torhüter/-in auszuführen. Dieser Auswurf ist spieltechnisch wie ein abgefangener Ball aus dem laufenden Spiel zu betrachten. Wenn der/die Torhüter/-in den Ball aus den Händen auf den Boden legt, muss er/sie den Ball am Fuss führen und einen Pass ausführen. Alle an deren Formen von Abschlägen/Auskicken sind verboten und werden mit Freistoss indirekt für das gegnerische Team auf der Mittellinie geahndet.
- Freistoss (Abstand 7 Meter): Immer Indirekt ausser bei Elfmeterschiessen. Wenn ein indirekter Freistoss direkt ins Netz geht, ohne dass er abgefälscht wird, wird das Tor nicht anerkannt. Es folgt ein Torwarteinwurf.
- Einwurf: Einwurf mit Hand, Flachpass oder Dribbling (Ball muss ruhig liegen). Abstand 3 Meter. Aus Einwurf darf kein Tor direkt erzielt werden.
Weitere Abklärungen:
- Einwurf mit Hand oder Flachpass kein Abseits, beim Dribbling ab zweiten Ballkontakt d.h. wenn mit zweiten Ballkontakt in die Tiefe gespielt wird ist Abseits möglich.
- Aus Einwurf (Hand, Flachpass) darf direkt kein Tor erzielt werden, Dribbling erst nach zweiten Ballkontakt.
- Flachpass/Dribbling Ball muss ruhig liegen (ansonsten Wiederholung)
- Unkorrekte Ausführung Hand, Flachpass gelten als Fouleinwurf = Einwurf Gegner
- Eckstoss: Vom Schnittpunkt Aussen- und Grundlinie. Als Pass oder Dribbling (Ball muss ruhig liegen). Abstand 7 Meter.
- Rückpass: Nicht erlaubt (Gemäss offiziellen Spielregeln). Verstoss gegen die Regel: Indirekter Freistoss für die gegnerische Mannschaft an jener Stelle, an der der Torwart den Ball regelwidrig berührt hat. Sollte dies innerhalb des Torraums geschehen sein, wird der Freistoss auf die parallel zur Torlinie verlaufende Torraumlinie zurückverlegt, und zwar so nah wie möglich dahin, wo das Vergehen stattgefunden hat.
Die Gebühr für KFSR bleibt für alle oben genannten Kategorien bei 30 CHF, während sie für die Club-Referees (D/9 Promotion) 50 CHF betragen wird.
Weitere Regeln zur Grösse des Spielfeldes, zu den Geburtsjahren der Spieler oder der Spielerinnen sind in den SFV-Weisungen zu finden.
Diese Regeln gelten seit 1. Juli 2025
NB: Die genannten Regeländerungen gelten für alle Ligen, in denen Schiedsrichter/-innen zum Einsatz kommen, also auch für die Club-Referees und KFSR.
- 8-Sekunden-Regel: Neu ist es einem Goalie erlaubt, den Ball mit Händen oder Armen anstatt bislang sechs während acht Sekunden zu kontrollieren. Die Referees sind angehalten, diese Zeitspanne strikt zu kontrollieren und bei Missachtung zu ahnden. Der Countdown beginnt, sobald ein Goalie den Ball unter voller Kontrolle hat
und komplett unbedrängt ist. Die letzten fünf Sekunden werden vom Referee durch Signalisieren eines Fünf-Sekunden-Countdowns mit erhobener Hand heruntergezählt. Wird der Ball nicht innerhalb dieser Frist freigegeben, erhält das gegnerische Team beim ersten Vergehen einen Corner zugesprochen. Beim zweiten gibt es Corner und eine Ermahnung, das dritte hat einen Eckball und eine Verwarnung zur Folge. Mit der Massnahme will das IFAB das Zeitspiel minimieren. - Doppelberührung bei einem Penalty: Berührt ein Schütze beim Penalty den Ball aus Versehen zweimal (z.B.indem der Schuss unabsichtlich ans Standbein oder den anderen Fuss geht), wird der Versuch im Falle eines Tores wiederholt. Falls der Penalty nicht zu einem Tor führt, geht es mit indirektem Freistoss für das gegnerische
Team weiter respektive gilt der Versuch während eines Penaltyschiessens als «verschossen». - Schiedsrichter-Ball: Wenn der Ball zum Zeitpunkt einer Spielunterbrechung im Strafraum war, wird die Partie mit einem Schiedsrichterball mit dem Torhüter des verteidigenden Teams in dessen Strafraum fortgesetzt. Ausserhalb des Strafraums geht das Spiel mit Schiedsrichterball mit einem Spieler des Teams weiter, das in Ballbesitz war oder gekommen wäre (sofern dies für den Schiedsrichter eindeutig erkennbar war). Andernfalls gibt es Schiedsrichterball mit einem Spieler des Teams, das den Ball zuletzt berührt hat. Der Schiedsrichterball erfolgt an der Stelle, an der sich der Ball zum Zeitpunkt der Spielunterbrechung befand.
- Reminder zur «Captain – Referee Cooperation»: Nach der Einführung an der Männer-EM im letzten Jahr wurde auf die Saison 2024/25 beschlossen, dass ein Referee die wichtigsten Entscheide, auch jene des Video Assistant Referees, jeweils den beiden Captains kommuniziert. Diese sind dazu angehalten, dass
ausschliesslich sie (und nicht die Mitspieler) auf den Schiedsrichter zugehen sowie im Umgang und in der Kommunikation untereinander respektvoll bleiben. Gleiches gilt zwischen dem/der Vierten Offiziellen und den beiden Trainern. Mitspieler oder Funktionäre, die sich nicht an die «Captain – Referee Cooperation» halten, werden verwarnt oder bei aggressivem Verhalten, Beleidigungen oder dergleichen des Feldes verwiesen.
Zu Beginn der Saison oder sobald die Saison gestartet ist, wird eine Informationsveranstaltung für die Trainer organisiert.
Sportliche Grüsse
Antonio